Paderborner Rathaus

Trinkwasser für Kolumbien

Die Geschäftsidee „Trinkwasser für Kolumbien“ hat bei dem Paderborner Geschäftsideen Wettbewerb 2011 gewonnen. Wir haben den Gewinner, Ramon Hansmeyer, im Folgenden interviewt. Als Download das Dokument das er eingereicht hatte.

Wie kam es zu ihrer Geschäftsidee?

Im August war ich für 3 Wochen in Kolumbien um mir das Land anzuschauen aber auch um Geschäftskontakte zu knüpfen. Ich habe mich zuvor über das Land informiert und unter anderem gelesen, dass Kolumbien eines der wasserreichsten Länder der Erde ist. Vor Ort habe ich allerdings gesehen, dass in vielen Dörfern zwar reichlich Wasser vorhanden ist (meist gesammeltes Regenwasser, Grundwasser oder Flusswasser), dies aber sehr oft nicht zum Trinken geeignet ist. Gleichwohl wird dieses Wasser aus Mangel an Alternativen oder einfach aus Kostengründen oft getrunken, mit entsprechenden Konsequenzen für die Gesundheit. Ich erinnerte mich an ein Video über ein neuartiges Nano-Wasserfiltersystem für Katastrophenfälle und recherchierte im Internet. Es handelt sich dabei um Filtersystem, nicht größer als eine 2 Liter PET Flasche, mit der bis zu 6000 Liter Brauchwasser in Trinkwasser verwandelt werden können. Daraufhin habe ich meine Geschäftsidee entwickelt.

Worauf beruht ihre Geschäftsidee?

Ich habe ein Konzept entwickelt mit dem ich 3 Ziele abdecken möchte: 1. Reduzierung der Arbeitslosigkeit auf dem Lande 2. Verbesserung der Trinkwasserversorgung der Landbevölkerung 3. Ökonomische tragfähiges Geschäftsmodell mit Gewinnmöglichkeit, damit ein dauerhaftes System geschaffen werden kann, unabhängig von Spendengeldern. Es geht um Hilfe zur Selbsthilfe.

Was heißt das konkret?

Ich möchte gern alleinerziehenden Müttern auf dem Lande eine Perspektive als Wasserverkäuferinnen geben. In Kolumbien ist es in den letzten Jahren eine typische Beschäftigung der Ärmsten der Armen geworden an Straßenecken „Minutos“, also Gesprächsminuten am Handy zu verkaufen. Diese Art des Gelderwerbs ist also weit verbreitet und auch gut bekannt in der armen Bevölkerung. Analog hierzu möchte ich gern in Kolumbien die Verkäufer der „Litros“ also Liter gefilterten Trinkwassers etablieren. Mit Hilfe von Spenden oder eines Microkredits sollen alleinerziehende Mütter mit einer Erstausstattung der Filtergeräte versorgt werden und ihr somit die Chance gegeben werden einerseits ihren Lebensunterhalt dauerhaft selbst zu sichern und andererseits ihr Dorf mit gesundem Trinkwasser zu versorgen.

Wie weit sind Sie mit ihren Plänen bereits?

Im November war ich erneut mit einigen Musterfiltern im Gepäck vor Ort und habe zusammen mit einem Partner (dem Verwalter eines lokalen Hilfsfonds) erste Tests in den Dörfern durchgeführt. Es sieht alles sehr vielversprechend aus, aber in einem Land wie Kolumbien muss man auch viel Geduld mitbringen. Wir benötigen wir auf jeden Fall noch Spender bzw. Investoren und ich würde mich freuen, wenn sich interessierte Paderborner an mich wenden würden. Bitte schicken Sie eine E-Mail an rhansmeyer@googlemail.com.

 
 
 
 
 

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